Die folgende Situation kommt zum Ende eines Quartales häufig vor: wir stellen die Indikation für eine gebietsärztliche Vorstellung und stellen dem Patienten eine entsprechende Überweisung aus. Da erst drei Wochen später eine Terminvergabe dort erfolgt erscheint er wieder in unserer Praxis um eine Überweisung für das nun neue Quartal zu holen.

Dieses Vorgehen ist schlichtweg unnötig problemlos verzichtbar: 

Eine Überweisung gilt grundsätzlich im Quartal der Ausstellung UND im Folgequartal. Die Gültigkeitsdauer ist letztlich so nur abhängig vom Termin Ihrer ersten Vorstellung beim Kollegen, der das Dokument annimmt.

Anhand von zwei Beispielfällen möchten wir Ihnen die möglichen korrekten Verhaltensweisen darstellen.
Beispiel 1: Sie kommen am 20.9. in unsere Sprechstunde und wir planen zusammen eine kardiologische Vorstellung, eine Überweisung wird ausgestellt. Den Termin beim Spezialisten erhalten Sie erst am 4.10. Die ausgestellte Überweisung kann dann vorgelegt werden und ist gültig.
Beispiel 2: Sie sind bereits Anfang Juli mit einer Überweisung ihres alten Hausarztes beim Orthopäden behandelt worden. Die Behandlung ist allerdings noch nicht abgeschlossen, sie haben im Oktober den nächsten Termin. Hierfür benötigen Sie eine Überweisung aus dem vierten Quartal (ausgestellt ab 1.10.). Der Spezialist darf nur eine Überweisung pro Quartal abrechnen, für das nächste braucht er dann eine neue.

Fazit:

  • Überweisungen sind im Quartal der Ausstellung und im Folgequartal gültig
  • die Leistungen, die auf einer Überweisung abgerechnet werden müssen komplett innerhalb eines Quartals liegen